Lexikon der Meditation

Buddha

Buddha bedeutet wörtlich "Der Erwachte" und bezeichnet  allgemein ein Mensch, der vollkommene Befreiung und Herzweisheit erlangt hat.

Ein solcher Mensch hat meist mit Unterstützung eines Lehrers oder Meisters durch Meditation die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit eine grenzenlose Entfaltung aller in ihm vorhandenen Potenziale erlangt. Dies sind vollkommene Weisheit (Prajna) und unendliches, gleichermaßen distanziertes Mitgefühl (Karuna) mit allem Lebendigen. Er hat bereits zu Lebzeiten Nirvana verwirklicht und ist damit nach buddhistischer Überzeugung nicht mehr an den Kreislauf der Reinkarnation (Samsara) gebunden.


Spezifisch bezieht sich BUDDHA  auf eine historische Persönlichkeit mit dem Namen SIDDHARTA GAUTAMA SHAKYAMUNI.

Er lebte vermutlich von 563 v. bis 483 v. Chr.. Sein Vater war Oberhaupt  in einer kleinen Adelsrepublik in Nordindien.
Der Überlieferung nach  lebte er wohlbehütet als Thronfolger in einem Palast und wurde von allem weltlichen Leid abgeschirmt.

Dann passierte es: Bei einem "Freigang" außerhalb des Palastes begegnete Siddhartha einem Greis, einem Fieberkranken, einem Leichnam und einem Mönch und erkannte die Realität des Lebens, entdeckte das Leiden der Menschen und damit die Sinnlosigkeit seines bisherigen Lebens.

Aufgrund dieses Schocks verließ er Frau, Kind und seine Heimat um für sich selbst Erlösung als Asket zu suchen.

Als er die Erlösung nach sechs Jahren strenger religiös geprägter Askese nicht erreicht hatte, gab er die in dieser Zeit erlernten Religionen und ihre Methoden auf und suchte seinen eigenen Weg.

Er übte sich dabei vor allem in der Meditation. Er nannte es den „Mittleren Weg“, weil der zwischen den Extremen der Askese und dem unbedachten Dahinleben lag.

Siddhartha Gautama „erreichte“ in seinem 35. Lebensjahr das vollkommene Erwachen (Bodhi). Danach, als Buddha hielt er, seine erste Lehrrede. Von jenem Tage an lehrte er 45 Jahre lang vor Männern und Frauen aller Volksschichten. Er betonte, dass die Kastenunterschiede in Indien für das Beschreiten des Wegs, den er lehrte völlig unwesentlich seien.

Er verstarb im  Alter von 80 Jahren.

Er hat mit seinen Lehrreden die Basis geschaffen, für jeden Menschen den Weg  durch Meditation zu finden zur Befreiung von leid und der Überwindung der Ursachen von menschlichem Leid.

Der Weg den Buddha beschreibt, ist für alle Menschen jeder oder ohne Religion gleichermaßen möglich. Jeder Mensch ist in der Lage, alleine durch Meditation Erleuchtung zu erlangen, also die Verbindung zu dem allumfassenden Wissen des Universums.